Wassergewinnung

Der Wasservorrat auf der Erde bleibt immer gleich. Wie in einem Kreislauf ist es ständig in Bewegung. Nur ein sehr geringer Teil des gesamten Wasservorkommens ist für den Menschen direkt nutzbar.

Von der Land- und Wasseroberfläche der Erde verdunstet durch die Sonnenenergie ständig Wasser. In kühleren Luftschichten kondensiert der Wasserdampf zu Wolken. Sind sie mit Wasser gesättigt, kommt es zu Niederschlag in Form von Regen, Hagel oder Schnee.
Gelangt das Niederschlagswasser auf Landflächen, versickert es teilweise ins Grundwasser. Über Grundwasserströme, Bäche und Flüsse fließt es letztendlich den Meeren zu. Der Kreislauf beginnt von neuem.
Für die Nutzung entleihen wir das Wasser nur aus seinem natürlichen Kreislauf. Darum ist es wichtig, es so sauber wie möglich wieder zurückzugeben.

Der Wald leistet einen wichtigen Beitrag zur Trinkwasserversorgung

Durch den mehrstöckigen Pflanzenbewuchs des Waldes wird der Aufprall des Niederschlags auf den Boden gemildert und zeitlich gestreckt. Der oberflächliche Abfluss ist darum gering.

Das Blattwerk von Nadelbäumen wirkt wie ein Kamm. Luftschadstoffe bleiben anders als bei Laubbäumen leicht darin hängen. Da Laubbäume nur halbjährlich belaubt sind, ist auch deren Wasserverdunstung wesentlich geringer. Mehr Wasser gelangt ins Grundwasser. Wasserschutzwald ist daher Laub- oder Mischwald.

Der Waldboden enthält ein Luft- und Wasserleitungssystem, das durch Tiergänge und Wurzeln entstand. Wie ein Schwamm saugt er das Wasser auf und speichert es. Nur langsam gibt er es in das Grundwasser ab. Durch die lange Bodenpassage wird das Wasser gefiltert.

Wälder werden nicht gedüngt. Sie weisen einen weitgehend geschlossenen Nährstoffkreislauf auf. Nährstoffauswaschungen sind nur gering.

Vom Grundwasser zum Trinkwasser

Das Wasswerk Hohenholz ist eines von mehreren Wasserwerken des Wasserverbandes Nordschaumburg. Diese stehen miteinander im Verbund. Dadurch ist ein hohes Maß an Versorgungssicherheit möglich.
Alle Wasserwerke des Verbandes werden vollautomatisch durch die zentrale Prozessleitwarte in Lindhorst betrieben und überwacht.

Das Grundwasser aus dem Wasserschutzgebiet Hohenholz hat eine gute Qualität. Es müssen lediglich geringe Mengen Eisen und Mangan herausgefiltert werden. Dies geschieht in der Aufbereitungsanlage im Wasserwerk in den drei geschlossenen Filterkesseln.

In Ihnen wird das Grundwasser mit Luftsauerstoff versetzt und durch einen mehrschichtigen Kiesfilter geleitet. Eisen und Mangan reagieren mit dem Sauerstoff zu unlöslichen Oxiden, die sich im Filterkies ablagern. Durch Spülungen werden sie regelmäßig daraus entfernt und anschließend entsorgt. Der Kiesfilter wird dadurch gereinigt.