Klärwerk

Seit dem 1. Januar 2005 hat der Wasserverband Nordschaumburg seine Tätigkeit auf das Gebiet der Abwasserentsorgung erweitert.

Mit der Übernahme der Abwasserentsorgung der Gemeinde Auetal entsorgen wir nun jährlich rund 300.000 m3 Abwasser aus ca. 2.200 Haushalten. Dazu betreiben wir ein Klärwerk und unterhalten rund 50 km Abwasserkanäle und 13 Pumpwerke.

Ein Umweg im Wasserkreislauf

Der Weg des vom Menschen genutzten Wassers ist ein Teil des großen Wasserkreislaufes.

Von der Rohwasserförderung und dem Transport zum Wasserwerk, über die Wasseraufbereitung und die Verteilung als Trinkwasser an Haushalte und Gewerbe bis hin zur Abwasserbehandlung gebrauchen wir das Wasser, aber wir verbrauchen es nicht.

Im Haushalt entsteht durch die Nutzung des Trinkwassers Abwasser. Je schwächer das Abwasser belastet ist, desto geringer ist der Reinigungsaufwand. Leider nutzen zu viele Menschen ihre Toilette als Abfalleimer. Viele Abfallstoffe müssen daher zu Beginn der Abwasserbehandlung in der Kläranlage aufwändig wieder aus dem Abwasser entfernt werden. Rückstausicherungen helfen, das Abwasser aus dem Kanalnetz in Schach zu halten, wenn die Kanäle kurzzeitig (z.B. bei Starkniederschlägen) überlastet sind.

Abwasser – ganz klar

In der Kläranlage Auetal wird das Abwasser gereinigt.
Mit mechanischen Verfahren (Rechen und Rechengutwäsche, Sandfang) werden zunächst grobe Verunreinigungen, sandähnliche Stoffe und Fette vom Abwasser getrennt. Nachfolgende Reinigungsstufen werden so vor Verstopfungen und Ablagerungen geschützt. In der anschließenden biologischen Reinigungsstufe im Belebungsbecken werden organische und organisch gebundene Inhaltsstoffe zunächst durch Bakterien Schritt für Schritt umgewandelt und schließlich abgebaut. Es entsteht Belebtschlamm.

Im Nachklärbecken kommt das Abwasser zur Ruhe. Der Belebtschlamm sinkt zu Boden und wird vom gereinigten Abwasser getrennt. Ein Teil des Schlamms wird wieder den Belebungsbecken zugeführt. Das gereinigte Abwasser fließt oberflächig über eine Rinne ab und gelangt über die Bückeburger Aue wieder in den natürlichen Kreislauf des Wassers.

Der entstehende Klärschlamm wird einer Klärschlammvererdungsanlage nach dem System EKO-PLANT zugeführt. Die dort befindlichen Schilfpflanzen haben eine Entwässerungsfunktion und verringern somit den Wassergehalt um ein Vielfaches. So entsteht Klärschlammerde, ein wertvolles Kultursubstrat.